Attributname ändern

Übersicht

Die Anreicherung „Attributname ändern“ ermöglicht es Ihnen, Fall- und Ereignisattributen in Ihrem Datensatz neue Namen zu geben, um klarere, aussagekräftigere und standardisierte Benennungen zu schaffen. Diese Anreicherung ist entscheidend, um die Lesbarkeit und Interpretierbarkeit Ihrer Process-Mining-Ergebnisse zu verbessern, insbesondere wenn Sie mit Datensätzen arbeiten, die kryptische, technische oder veraltete Attributnamen enthalten. Über die einfache Umbenennung hinaus erlaubt diese Anreicherung auch, einen Anzeigenamen festzulegen, der in Visualisierungen erscheint, während der technische Attributname für Filter und Berechnungen erhalten bleibt.

Diese Anreicherung ist besonders wertvoll, wenn Daten aus mehreren Quellen mit unterschiedlichen Benennungskonventionen konsolidiert werden, Datensätze für die Überprüfung durch Geschäftsinteressenten vorbereitet oder Attributnamen an organisationsspezifische Terminologien angepasst werden sollen. Die Möglichkeit, sowohl einen technischen Namen als auch einen Anzeigenamen zu setzen, bietet Flexibilität, um technische Genauigkeit zu bewahren und gleichzeitig eine geschäftsfreundliche Darstellung sicherzustellen.

Häufige Anwendungsfälle

  • Standardisierung der Attributbenennung über Datensätze aus verschiedenen Quellsystemen hinweg (z. B. Umbenennung von „VBELN“ in „SalesOrderNumber“ für SAP-Daten)
  • Erstellung geschäftsfreundlicher Namen für technische Datenbankfeldnamen (z. B. „CUST_ID_2023_V2“ in „Customer ID“)
  • Angleichung an organisationseigene Terminologie durch Umbenennung von Attributen entsprechend unternehmensspezifischer Begriffe und Abkürzungen
  • Verbesserung der Dashboard-Lesbarkeit durch klare, beschreibende Namen, die Stakeholder sofort verstehen
  • Behebung von veralteten Benennungsproblemen aus älteren Systemen oder Datenmigrationen, bei denen Attributnamen nicht mehr ihrem Inhalt entsprechen
  • Vorbereitung von Datensätzen für die Weitergabe durch selbstbeschreibende Attributnamen ohne notwendige Dokumentation
  • Unterstützung von Mehrsprachigkeit durch Umbenennung von Attributen in die bevorzugte Geschäftssprache

Einstellungen

Attributname: Wählen Sie aus der Dropdown-Liste das vorhandene Attribut aus, das Sie umbenennen möchten. Diese Liste enthält alle verfügbaren Fall- und Ereignisattribute in Ihrem Datensatz, ausgenommen Systemattribute wie Case ID, Activity und Timestamp. Angezeigt werden nur Attribute, die nicht ausgeblendet und keine berechneten Felder sind.

Neuer Attributname: Geben Sie den neuen technischen Namen für das Attribut ein. Dies wird der interne Bezeichner des Attributs, der in Filtern, Berechnungen und anderen Anreicherungen verwendet wird. Der Name sollte gängigen Benennungsregeln folgen: Vermeiden Sie Sonderzeichen, verwenden Sie Unterstriche oder camelCase für mehrteilige Namen und stellen Sie Einzigartigkeit innerhalb des Datensatzes sicher.

Neuer Attribut-Anzeigename: Optional können Sie einen benutzerfreundlichen Anzeigenamen angeben, der in Visualisierungen und Berichten erscheint. So können Sie Leerzeichen, Sonderzeichen und Formatierungen verwenden, die in technischen Attributnamen nicht zulässig sind. Wird dieses Feld leer gelassen, wird der Neue Attributname als Anzeigename verwendet. Besonders nützlich ist dies, wenn Sie einen technischen Namen wie „order_value_usd“ benötigen, aber in Dashboards „Order Value ($)“ anzeigen möchten.

Beispiele

Beispiel 1: Standardisierung von SAP-Feldnamen

Szenario: Ihr Beschaffungsdatensatz aus SAP enthält deutsche Feldnamen wie „EKORG“, „LIFNR“ und „BEDAT“, die für Geschäftsbenutzer, die die Prozessanalyse überprüfen, unverständlich sind.

Einstellungen:

  • Attributname: EKORG
  • Neuer Attributname: PurchasingOrganization
  • Neuer Attribut-Anzeigename: Purchasing Organization

Ergebnis: Das Attribut „EKORG“ wird im gesamten Datensatz in „PurchasingOrganization“ umbenannt. In allen Visualisierungen und Berichten sehen die Benutzer „Purchasing Organization“ als Bezeichnung. Filter und Berechnungen können entweder den alten Namen (für Abwärtskompatibilität) oder den neuen Namen „PurchasingOrganization“ referenzieren.

Erkenntnisse: Geschäftsbenutzer verstehen sofort, dass dieses Attribut die Einkaufsorganisation darstellt, ohne SAP-Dokumentationen konsultieren zu müssen, was die Akzeptanz von Self-Service-Analysen deutlich verbessert.

Beispiel 2: Konsolidierung von Daten aus mehreren Systemen

Szenario: Sie analysieren einen Order-to-Cash-Prozess mit Daten aus drei Systemen: CRM (CustomerCode), ERP (CUST_NUM) und Abrechnungssystem (client_identifier). Sie müssen diese Kundenkennzeichenfelder standardisieren.

Einstellungen:

  • Attributname: CUST_NUM
  • Neuer Attributname: CustomerID
  • Neuer Attribut-Anzeigename: Customer ID

Ergebnis: Das ERP-Feld „CUST_NUM“ wird in „CustomerID“ umbenannt, um die einheitliche Benennungskonvention zu erfüllen. Nach ähnlicher Umbenennung der Felder der anderen Systeme verwenden alle Kundenkennzeichen systemübergreifend konsistente Namen, was die systemübergreifende Analyse erleichtert und Verwirrung in mehrsystemigen Prozessabläufen reduziert.

Erkenntnisse: Einheitliche Benennungssysteme über Systeme hinweg reduzieren die kognitive Belastung, sich verschiedene Feldnamen für dasselbe Geschäftskonzept merken zu müssen, und machen funktionsübergreifende Prozessanalysen effizienter.

Beispiel 3: Erstellung geschäftsfreundlicher Bezeichnungen im Gesundheitswesen

Szenario: Ihr Datensatz zum Patientenfluss im Krankenhaus enthält technische Feldnamen wie „pt_admit_dt“, „dx_primary“ und „los_days“, die für klinisches Personal und Verwaltung zugänglicher sein müssen.

Einstellungen:

  • Attributname: los_days
  • Neuer Attributname: LengthOfStay
  • Neuer Attribut-Anzeigename: Length of Stay (Days)

Ergebnis: Das Attribut „los_days“ wird für die technische Verwendung in „LengthOfStay“ umbenannt, während in allen Benutzeroberflächen „Length of Stay (Days)“ angezeigt wird. Dies macht die Kennzahl für klinisches Personal sofort verständlich und unterstützt die Identifikation von Engpässen im Entlassungsprozess.

Erkenntnisse: Klare, beschreibende Namen helfen klinischen Teams, sich auf Prozessverbesserungen zu konzentrieren, statt technische Terminologie zu entziffern, was zu schnelleren Verbesserungen der Versorgungsprozesse führt.

Beispiel 4: Mehrsprachige Unterstützung für globale Abläufe

Szenario: Ein multinationaler Fertigungsbetrieb muss Attributnamen aus lokalsprachigen Systemen ins Englische für globales Reporting umbenennen, dabei aber lokale Anzeigenamen für regionale Teams beibehalten.

Einstellungen:

  • Attributname: fecha_produccion
  • Neuer Attributname: ProductionDate
  • Neuer Attribut-Anzeigename: Production Date

Ergebnis: Das spanische Attribut „fecha_produccion“ wird für globales Reporting und Integration in den standardisierten englischen Namen „ProductionDate“ umbenannt. Der Anzeigename „Production Date“ erscheint in allen Visualisierungen. Regionale Teams können bei Bedarf weiterhin den ursprünglichen Namen in lokalen Berichten nutzen.

Erkenntnisse: Standardisierte englische Attributnamen ermöglichen globale Process-Mining-Initiativen, während die Funktion des Anzeigenamens sicherstellt, dass lokale Teams mit vertrauter Terminologie arbeiten können.

Beispiel 5: Bereinigung von Legacy-Systemnamen

Szenario: Nach einer Systemmigration enthält Ihr Finanzdatensatz veraltete Attributnamen wie „OLD_GL_ACCT_2019_FINAL“, die nicht mehr der aktuellen Kontenstruktur entsprechen.

Einstellungen:

  • Attributname: OLD_GL_ACCT_2019_FINAL
  • Neuer Attributname: GLAccountNumber
  • Neuer Attribut-Anzeigename: G/L Account Number

Ergebnis: Der Legacy-Attributname wird im gesamten Datensatz durch „GLAccountNumber“ ersetzt. Der Anzeigename „G/L Account Number“ verwendet allgemein bekannte Buchhaltungsterminologie, die dem Finanzteam vertraut ist. Alle bestehenden Filter und Berechnungen werden automatisch auf den neuen Namen aktualisiert.

Erkenntnisse: Das Entfernen von Legacy-Benennungen reduziert Verwirrung und Fehler in der Finanzprozessanalyse und stellt sicher, dass Teams mit aktuellen, genauen Begrifflichkeiten arbeiten, die an das aktive Kontenwerk angepasst sind.

Ausgabe

Die Anreicherung „Attributname ändern“ verändert die Metadaten des Datensatzes, ohne die zugrundeliegenden Datenwerte zu verändern. Das umbenannte Attribut behält alle ursprünglichen Eigenschaften bei, einschließlich Datentyp, Werte und Beziehungen zu anderen Attributen. Die Anreicherung erzeugt eine permanente Änderung der Identifikation des Attributs im gesamten Datensatzschema.

Wenn Sie nur einen Neuen Attributnamen angeben, wird dieser sowohl als technischer Bezeichner als auch als Anzeigename verwendet. Wenn Sie zusätzlich einen Neuen Attribut-Anzeigenamen angeben, bleibt eine Trennung zwischen technischem Namen (für Formeln und Filter) und Anzeigebezeichnung (in Benutzeroberflächen sichtbar).

Alle bestehenden Anreicherungen, Filter und Berechnungen, die den ursprünglichen Attributnamen referenzieren, werden automatisch auf den neuen Namen aktualisiert, um Abwärtskompatibilität sicherzustellen. Die Umbenennung ist groß-/kleinschreibungssensitiv und prüft, dass der neue Name nicht mit vorhandenen Attributen im Datensatz kollidiert.

Siehe auch

  • Attribut ausblenden – Entfernen Sie unerwünschte Attribute aus der Ansicht, ohne sie zu löschen
  • Text kürzen – Bereinigen Sie Attributwerte durch Entfernen führender/folgenden Leerzeichen
  • Text ersetzen – Ändern Sie spezifischen Text innerhalb von Attributwerten
  • Attributwerte gruppieren – Fassen Sie ähnliche Attributwerte in standardisierte Gruppen zusammen
  • Attributwerte kategorisieren – Erstellen Sie kategoriale Gruppen basierend auf Attributwert-Bereichen

Diese Dokumentation ist Teil der mindzie Studio Process-Mining-Plattform.