Anzeige des Attributnamens ändern

Übersicht

Die Anreicherung „Anzeige des Attributnamens ändern“ verändert, wie ein Attribut in der Benutzeroberfläche dargestellt wird, ohne dessen zugrunde liegenden technischen Namen oder Daten zu ändern. Dieser leistungsstarke Bereinigungsoperator bietet eine wichtige Abstraktionsebene zwischen technischen Attributnamen und geschäftsfreundlichen Bezeichnungen, sodass Sie Daten in Begriffen präsentieren können, die für Geschäftsanwender sinnvoll sind, während die Integrität der zugrunde liegenden Datenstruktur erhalten bleibt. Die Anreicherung arbeitet auf Metadatenebene und aktualisiert nur die Anzeigeeigenschaft der ausgewählten Attributspalte.

Diese Anreicherung ist unerlässlich, um technische oder systemgenerierte Attributnamen in klare, geschäftsorientierte Begriffe zu transformieren, die von den Stakeholdern sofort verstanden werden. Zum Beispiel könnten Sie Attribute mit technischen Namen wie „PO_AMT_USD“ oder „CUST_ID_001“ haben, die als „Bestellbetrag“ oder „Kunden-ID“ zur besseren Lesbarkeit dargestellt werden müssen. Die Anreicherung „Anzeige des Attributnamens ändern“ macht diese Transformation nahtlos möglich, verbessert die Nutzbarkeit Ihrer Prozessanalyse, ohne Änderungen am zugrunde liegenden Datenmodell zu erfordern oder bestehende Filter, Berechnungen oder andere Anreicherungen, die den ursprünglichen Attributnamen referenzieren, zu beeinträchtigen.

Häufige Anwendungsfälle

  • Technische Datenbankspaltennamen in geschäftsfreundliche Bezeichnungen für Berichte und Dashboards umwandeln
  • Attributbenennungsstandards bei zusammengeführten Datensätzen aus verschiedenen Datenquellen vereinheitlichen
  • Internationalisierung umsetzen, indem Anzeigennamen für globale Teams in unterschiedliche Sprachen übersetzt werden
  • Kontextabhängige Bezeichnungen erstellen, wenn dasselbe Attribut in verschiedenen Prozessen unterschiedliche Bedeutungen hat
  • Lesbarkeit automatisch generierter Attribute aus anderen Anreicherungen oder Berechnungen verbessern
  • Attributnamen an unternehmensweite Terminologiestandards und Glossare anpassen
  • Kryptische systemgenerierte Feldnamen für Nicht-Techniker verständlich machen

Einstellungen

Attribute Name: Wählen Sie das Attribut aus, dessen Anzeigenamen Sie ändern möchten. Die Dropdown-Liste zeigt alle verfügbaren Fallattribute Ihres Datensatzes an, ausgenommen berechnete Felder und versteckte Attribute. So stellen Sie sicher, dass Sie nur Attribute ändern, die tatsächlich in den Daten gespeichert sind. Die Auswahl bestimmt, welches Attributs Anzeigeeigenschaft aktualisiert wird.

New Attribute Display Name: Geben Sie den neuen Anzeigenamen für das ausgewählte Attribut ein. Dieser Name wird in allen Benutzeroberflächen, Berichten und Visualisierungen in mindzieStudio angezeigt. Der neue Name sollte klar, beschreibend und nach den Namenskonventionen Ihrer Organisation gestaltet sein. Es gibt keine Einschränkungen hinsichtlich der verwendbaren Zeichen, sodass Leerzeichen, Sonderzeichen und sogar Unicode-Zeichen zur Internationalisierung verwendet werden können. Der Anzeigename kann beliebig lang sein, um die Bedeutung des Attributs angemessen zu beschreiben.

Beispiele

Beispiel 1: Integration im Bestellsystem

Szenario: Nach dem Import von Daten aus einem ERP-System haben Sie Attribute mit technischen Datenbanknamen wie „PO_HDR_CRDT“, „VNDR_CODE“ und „APPR_STATUS“, die für Geschäftsanwender, die den Beschaffungsprozess prüfen, verständlich gemacht werden müssen.

Einstellungen:

  • Attribute Name: PO_HDR_CRDT
  • New Attribute Display Name: Bestelldatum

Ausgabe: Das Attribut „PO_HDR_CRDT“ wird nun in allen Ansichten, Filtern und Berichten als „Bestelldatum“ angezeigt. Die zugrunde liegenden Daten und der technische Name bleiben unverändert, wodurch die Kompatibilität mit bestehenden Konfigurationen gewährleistet ist.

Erkenntnisse: Geschäftsanwender können das Feld „Erstellungsdatum“ nun leicht identifizieren und verwenden, ohne die technische Abkürzung verstehen zu müssen. Das reduziert Schulungsaufwand und fördert die Akzeptanz von Self-Service-Analysen.

Beispiel 2: Mehrsprachige Unterstützung für globale Teams

Szenario: Ein multinationales Unternehmen muss dieselben Prozessdaten Teams in verschiedenen Ländern in der jeweiligen Landessprache präsentieren, während der zugrunde liegende Datensatz einheitlich bleibt.

Einstellungen:

  • Attribute Name: Customer_Region
  • New Attribute Display Name: Region Cliente (Spanisch)

Ausgabe: Das Attribut erscheint im spanischen Analysemodus als „Region Cliente“ und ist dadurch für spanischsprachige Teammitglieder sofort verständlich. Der technische Name „Customer_Region“ bleibt für Systemprozesse unverändert.

Erkenntnisse: Teams in verschiedenen Regionen können mit demselben Datensatz in vertrauter Terminologie arbeiten, was die Zusammenarbeit verbessert und Fehlinterpretationen von Datenfeldern verringert.

Beispiel 3: Verarbeitung von Gesundheitsabrechnungen

Szenario: In einem Prozess zur Bearbeitung medizinischer Abrechnungen müssen medizinische Codierungsattribute wie „ICD10_PRIM“, „DRG_CODE“ und „CPT_MOD“ für Abrechnungsanalysten Klarheit schaffen, die mit medizinischen Abkürzungen wenig vertraut sind.

Einstellungen:

  • Attribute Name: ICD10_PRIM
  • New Attribute Display Name: Hauptdiagnosecode (ICD-10)

Ausgabe: Das kryptische Feld „ICD10_PRIM“ wird nun als „Hauptdiagnosecode (ICD-10)“ angezeigt, was sowohl Klarheit über den Feldzweck bietet als auch Kontext zur zugrundeliegenden Codierung schafft.

Erkenntnisse: Abrechnungsanalysten können diagnostische Informationen schnell erkennen, ohne technische Abkürzungen auswendig lernen zu müssen, was zu schnelleren Prüfungen und weniger Fehlern führt.

Beispiel 4: Finanzielle Abstimmungsprozesse

Szenario: Nach dem Zusammenführen von Daten aus mehreren Finanzsystemen liegen ähnliche Attribute mit unterschiedlichen Benennungen wie „AMT_USD“ von einem System und „TransactionAmount“ von einem anderen vor, die konsistent dargestellt werden sollen.

Einstellungen:

  • Attribute Name: AMT_USD
  • New Attribute Display Name: Transaktionsbetrag (USD)

Ausgabe: Nach der Änderung für „AMT_USD“ und „TransactionAmount“ folgen nun alle monetären Felder einem konsistenten Namensschema mit klar ausgewiesener Währung, was die Dateninterpretation verbessert.

Erkenntnisse: Vereinheitlichte Anzeigenamen in zusammengeführten Datensätzen reduzieren Verwirrung und gewährleisten eine genaue Finanzanalyse, insbesondere bei Mehrwährungstransaktionen.

Beispiel 5: Qualitätskontrolle in der Fertigung

Szenario: In einem Qualitätskontrollprozess müssen sensorbasierte Attribute wie „TEMP_S1_AVG“, „PRES_S2_MAX“ und „VISC_S3_STD“ für Qualitätsingenieure, die Produktionsdaten überprüfen, verständliche Namen erhalten.

Einstellungen:

  • Attribute Name: TEMP_S1_AVG
  • New Attribute Display Name: Durchschnittstemperatur – Sensor 1

Ausgabe: Der technische Sensorcode „TEMP_S1_AVG“ zeigt jetzt klar an, dass es sich um den Durchschnittswert der Temperatur vom Sensor 1 handelt, und ist in Qualitätsberichten sofort verständlich.

Erkenntnisse: Qualitätsingenieure können Sensorwerte schnell zuordnen und Parameter erkennen, was eine raschere Ursachenanalyse bei Qualitätsproblemen ermöglicht, ohne ständig in Sensorprotokollen nachschlagen zu müssen.

Ausgabe

Die Anreicherung „Anzeige des Attributnamens ändern“ verändert die Anzeigemetadata des ausgewählten Attributs, ohne neue Attribute zu erstellen oder die zugrunde liegenden Daten zu verändern. Der technische Name des ursprünglichen Attributs bleibt unverändert und funktioniert in allen bestehenden Konfigurationen, Filtern und Berechnungen weiter. Der neue Anzeigename erscheint sofort in allen Benutzeroberflächenelementen, einschließlich:

  • Dropdown-Menüs zur Attributauswahl in Filtern und Berechnungen
  • Spaltenüberschriften in Datenansichten und Fall-Explorern
  • Achsenbeschriftungen in Diagrammen und Visualisierungen
  • Feldnamen in exportierten Berichten
  • Attributlisten in Anreicherungskonfigurationen

Die Änderung ist persistent und bleibt für alle zukünftigen Analysesitzungen erhalten. Referenzen auf das Attribut in Formeln, Skripten oder API-Aufrufen müssen jedoch weiterhin den ursprünglichen technischen Namen verwenden. Diese Trennung zwischen Anzeige- und technischem Namen gewährleistet Abwärtskompatibilität bei gleichzeitiger Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit.

Siehe auch

  • Rename Activity – Ändert den Namen von Aktivitäten im Ereignisprotokoll
  • Replace Text in Attribute – Ändert tatsächliche Attributwerte und nicht die Anzeigenamen
  • Trim Text – Bereinigt Attributwerte durch Entfernen führender und nachfolgender Leerzeichen
  • Upper Case Attribute – Vereinheitlicht Textattribute durch Großschreibung
  • Hide Attribute – Entfernt Attribute aus der Anzeige, ohne sie zu löschen

Diese Dokumentation ist Teil der mindzie Studio Process Mining Plattform.